CreaVista Academy 

Neugierige Muschel


Der Grund, warum ich am Visionquest teilnehmen wollte war eigentlich, daß ich sonst nichts besseres zu tun hatte. Michael war das halbe Jahr vor dem Visionquest so ziemlich der einzige mit dem ich etwas zu tun hatte. Er schlug mir vor mitzukommen und weil ich in den Sommerferien etwas machen wollte willigte ich ein. In dem halben Jahr war ich sehr viel alleine und habe mit mir selbst gekämpft um wieder „einsteigen zu können“. Ich hatte keine besonderen Erwartungen, ich wollte nur irgendwas mitnehmen. Ich glaube ich wollte Kraft und Hilfe.

Ein Thema während dieser Woche war auf jeden Fall meine Zurückgezogenheit, ich wollte niemanden an mich heranlassen. Trotzdem hat mir die Gruppe sehr gut gefallen. Ich habe mich wohlgefühlt, auch mit der Art, wie das „Seminar“ von euch geleitet wurde. Ich war auf jeden Fall, sehr motzig und negativ in dieser Zeit. Den Höhepunkt erreicht das auf dem Berg. Ich wußte nicht, was ich dort sollte und warum ich mir das ganze überhaupt antat. Aber im Rückblick war das unerheblich. Was mir diese Zeit auf dem Berg gebracht hat war ein Riß in meinem Schutzpanzer, ich war bereit jemanden in die Arme zu nehmen, meinen Betreuer auf dem Berg und alle anderen auch. Ich fühlte mich am Tag nach dem Berg fast wie zu Hause. Ich glaube ich hatte ein Gefühl von Willkommensein.

Das beste des ganzen Visionquests war aber meiner Meinung das sich fast unmerklich einstellende Gefühl des Offenseins und der Zuneigung zu den Menschen. Als ich mit Ken und Thorsten abgefahren war, waren wir noch einen halben Tag in München. Ich fühlte mich so seltsam froh und frei und alle Menschen um mich herum erschienen mir mürrisch und wie mit Scheuklappen. Keiner war offen. Das war eines der schönsten Erlebnisse die ich hatte und ich bin der Meinung, daß man immer so offen sein sollte.

 „Nosey Shell“